Ihre Ursprüngen nach wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert stammend, war sie, im Grenzgebiet zwischen Böhmen und Sachsen gelegen, des Öfteren Zankapfel und wechselte in diversen Kämpfen, vor allem zwischen den Geschlechtern "Berka von der Duda" und "von Oelsnitz" , einige Male den Besitzer.
Der letzte Vertreter derer war Hans von Oelsnitz, ein Raubritter, der die sächsischen Herzöge Ernst und Albrecht durch seine Raubzüge und Kontrollen der Reisewege nach Dresden so verärgerte, dass diese die Burg ab1467 belagern ließen.
Es muss also eine sehr wehrhafte Anlage gewesen sein, die , vermutlich zusammen mit der Burg Neurathen (an der Basteibrücke gelegen), dann im Mai 1469, nach mehrjähriger teilweise harter Belagerung mit Steinschleudern und Feuerwaffen, erobert und hinterher auch geschleift wurde.
(Übrigens gibt es nachvollziehbare Überlegungen, dass Burg Altrathen eigentlich Neurathen heißen müsste und umgekehrt.)
Seit 1469 lag sie dann über 400 Jahre als Ruine in der Landschaft. Es gibt heute keine konkrete Kenntnis mehr darüber, wie sie ursprünglich wirklich ausgesehen hat.
Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie von einem Dresdner Unternehmer gekauft und nach seinen Ideen und Vorstellungen neu aufgebaut. Die heutige Burg hat also mit der ursprünglichen nicht mehr viel zu tun. Nur Teile der Außenmauern und des Kellers sind wohl noch original, also vielleicht über 900 Jahre alt.
So gibt es zum Beispiel im Keller einen großen Raum , dessen historische Funktion allerdings auch unbekannt ist. In einer kleinen Nische wurden dort aber von einem Restaurationsteam vor etwa 70 Jahren auch ein Halseisen und ein Schädel gefunden…Diesen Raum heute für peinliche Verhöre zu nutzen, scheint also nicht ganz unpassend zu sein....
Wie es sich für solch ein altes Gemäuer ziemt, gibt es zu der Ruine der Burg Altrathen ,also aus der Zeit nach ihrem Untergang, natürlich auch eine Geschichte aus dem Fundus der sächsischen Sagen. Dabei geht es um eine alte weise Frau, die um Mitternacht aus der Ruine tritt und an die, die guten Herzens sind, Wein ausschenkt. Allerdings nicht ohne ihren moralischen Zeigefinger zu erheben. Fällt hingegen jemand durch ihr Bewertungsraster, ja dann- wird er leider am Genuss des Weines sterben. Ich habe die Dame bisher noch nicht getroffen…
Die aktuelle Burg
Der heutige Burgherr hat die Burg 2018 erworben, sie war zur der Zeit Gasthaus und Hotel, und seit dem kontinuierlich renovieren lassen. Ende der Hauptbauarbeiten war dann im Jahre 2025.
Das Ziel war und ist es, ein Refugium für den besondere Lebensstil eines Libertins zu erschaffen. Zwischen Entspannung und Lust am Besonderen.
Durchaus zugänglich für Gleichgesinnte im geselligen Austausch zur gemeinsamen Freude und einem physisch und psychisch befriedigenden Erlebnis.
Die Burg erfreut heute u.a. mit einen Dämmstandard, der weitestgehend dem eines Hauses aus den 1990zigern entspricht. Ergänzt mit der modernen Heiztechnik eines BHKWs, Wärmepumpe und Photovoltaik.
Obwohl sie natürlich, äußerlich klar erkennbar, unter Denkmalschutz steht.
Die Innenräume umfassen , neben den Privaträumen des Burgherrn, unter anderem zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten für geladene Gäste ( kein öffentliches Gasthaus mehr) ), einen Salon, natürlich das Verließ und eine großzügige Terrasse mit Wintergarten, sowie ein Nebengebäude mit Fitnessraum und Gästestudio ( das Schweizerhaus).
Besonders erwähnenswert ist natürlich ihre einzigartige, schöne Lage , direkt über der Elbe, mitten in den magischen Wandermittelgebirgen der sächsischen Schweiz.
Ideal also für einen längeren Aufenthalt. Stichworte sind hier: Basteibrücke, Festung Königstein, Malerweg, Felsenbühne. Dresden, Prag.